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bxm – benning crossmedia

· 7 Min. Lesezeit

Ihre Website bringt keine Anfragen? Prüfen Sie zuerst, ob überhaupt jemand ankommt

Die häufigste Ursache liegt nicht auf der Seite, sondern davor. Wer das verwechselt, baut die Website um und wundert sich, dass nichts passiert.


Die meisten Betriebe, die mir diesen Satz sagen, haben kein Website-Problem. Sie haben ein Besucherproblem.

Das ist keine Haarspalterei, sondern der Unterschied zwischen zwei völlig verschiedenen Rechnungen. Kommen hundert Leute und niemand fragt an, liegt es an der Seite. Kommen drei Leute und niemand fragt an, liegt es nicht an der Seite. Drei Besucher ergeben auch bei einer sehr guten Website null Anfragen.

Wer diese beiden Fälle verwechselt, gibt Geld für einen Umbau aus und ändert damit nichts.

Zehn Minuten, dann wissen Sie, welcher Fall vorliegt

Sie brauchen dafür keine Statistiksoftware und keine Agentur.

Suchen Sie sich selbst, aber richtig. Nicht nach Ihrem Firmennamen. Wer den kennt, findet Sie ohnehin. Suchen Sie nach dem, was Sie tun, plus Ihrem Ort. Also „Elektriker Neuss” statt „Elektro Müller”. Stehen Sie auf Seite eins? Stehen Sie in der Karte darüber?

Machen Sie das im privaten Fenster Ihres Browsers, sonst zeigt Google Ihnen ein Ergebnis, das Ihre eigene Vorgeschichte kennt.

Schauen Sie in Ihr Google-Unternehmensprofil. Unter „Leistung” steht, wie oft Ihr Profil in der Suche und in der Karte erschienen ist und wie viele Leute daraufhin Ihre Website angeklickt haben. Diese Zahl ist der ehrlichste Wert, den Sie ohne Aufwand bekommen.

Fragen Sie die letzten zehn Kunden, wie sie zu Ihnen gekommen sind. Über Empfehlung, über die Karte, über die Website, über einen Aushang. Das dauert bei den nächsten Terminen jeweils zwanzig Sekunden und ist mehr wert als jede Vermutung. Wie Sie daraus eine belastbare Übersicht machen, steht in Woher kommen Ihre Kunden.

Nach diesen drei Schritten wissen Sie, ob Sie unsichtbar sind oder ob Sie sichtbar sind und trotzdem nichts passiert.

Fall A: Es kommt niemand

Das ist der häufigere Fall, und der billigere.

Ihre Website ist dann nicht schlecht. Sie ist nur nicht auffindbar für Leute, die Ihren Namen noch nicht kennen. Und das entscheidet sich in den meisten Fällen nicht auf Ihrer Website, sondern in Ihrem Google-Unternehmensprofil und in den Verzeichnissen.

Das Profil ist wichtiger als die Startseite. Bei lokalen Suchen steht die Karte über den normalen Ergebnissen. Wer dort nicht auftaucht, ist für die Hälfte der Suchenden nicht vorhanden, egal wie gut die Website ist. Was ein vollständiges Profil ausmacht, steht in Google-Unternehmensprofil optimieren.

Widersprüchliche Daten kosten Sichtbarkeit. Ich habe 1.903 Betriebe durchgesehen und dabei auf vier Dinge geachtet: Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos, Profilstatus. Bei 1.309 stimmte mindestens eine Angabe nicht, also bei 68,8 Prozent. Erhoben habe ich in Mönchengladbach, die Zahl ist meine eigene und Sie können sie nachrechnen.

Wenn im Netz drei verschiedene Telefonnummern für Ihren Betrieb stehen, weiß Google nicht, welche stimmt. Im Zweifel zeigt es lieber jemand anderen. Warum das zusammenhängt, steht in Einträge synchron halten.

Sie verwenden andere Wörter als Ihre Kunden. Auf Ihrer Seite steht „Sanitärinstallation und Heizungstechnik”. Gesucht wird nach „Heizung reparieren Neuss”. Beides beschreibt dieselbe Arbeit, aber nur eines davon tippt jemand ein. Wie Sie die tatsächlich benutzten Begriffe finden, steht in Lokale Keywords finden.

Fall B: Es kommen Leute, aber sie fragen nicht an

Dann liegt es doch an der Seite, und meistens an einer von drei Stellen.

Der Besucher weiß nach fünf Sekunden nicht, ob er richtig ist. Oben steht der Firmenname und ein Bild vom Gebäude. Was Sie machen, für wen und wo, steht weiter unten oder gar nicht. Wer ein tropfendes Rohr hat, liest nicht weiter.

Der Weg zur Anfrage ist zu lang. Bei lokalen Betrieben ist der Anruf der häufigste Weg, nicht das Formular. Trotzdem steht die Nummer oft nur im Impressum, manchmal als Bild, das man nicht antippen kann. Auf dem Telefon soll ein Tippen genügen.

Das Formular verlangt zu viel. Zwölf Pflichtfelder für eine erste Frage sind ein Hindernis. Name, Telefon, Nachricht reichen. Alles Weitere klären Sie im Gespräch, das genau deshalb überhaupt zustande kommt.

Ausführlich stehen die typischen Stellen in Zehn Fehler, die Ihre Website jeden Tag Anfragen kosten. Wenn Sie systematisch vorgehen wollen, arbeiten Sie Der Website-Check durch.

Ein Fall, den viele übersehen

Manchmal kommen Anfragen an und niemand merkt es.

Ein Formular, das keine Mail auslöst, meldet das nicht. Es zeigt dem Absender „Vielen Dank für Ihre Nachricht” und wirft sie weg. Das ist keine Ausnahme, ich sehe es regelmäßig. Meist nach einem Serverumzug, einem Anbieterwechsel oder einer Aktualisierung.

Prüfen Sie es selbst, und zwar heute. Füllen Sie Ihr eigenes Formular mit einer echten Nachricht aus und schauen Sie, ob die Mail ankommt. Auch im Spam-Ordner. Wenn nicht, haben Sie die Ursache gefunden und wissen zugleich, wie lange sie schon besteht.

Die Reihenfolge, in der Sie vorgehen sollten

  1. Formular testen. Fünf Minuten. Wenn hier etwas kaputt ist, ist alles andere zweitrangig.
  2. Nach Ihrem Gewerk plus Ort suchen. Zehn Minuten. Das sagt Ihnen, ob Sie ein Sichtbarkeits- oder ein Website-Problem haben.
  3. Google-Unternehmensprofil vollständig machen. Ein bis zwei Stunden. Der größte Hebel im Verhältnis zum Aufwand.
  4. Daten in den Verzeichnissen angleichen. Länger, aber einmalig.
  5. Erst danach über die Website reden.

Diese Reihenfolge kostet Sie in den ersten vier Punkten kein Geld, nur Zeit. Und sie verhindert den teuersten Fehler: eine neue Website für einen Betrieb, den niemand sucht.

Wo ich dabei helfe

Die Punkte 1 bis 3 können Sie selbst erledigen, und Sie sollten es tun, bevor Sie jemanden bezahlen. Vieles davon ist an einem Nachmittag behoben.

Für Punkt 4 gibt es den Sichtbarkeitsbericht. Er ist kostenlos und zeigt Ihnen, welche Verzeichnisse falsche Angaben über Ihren Betrieb führen. Sie bekommen ihn auch dann, wenn Sie danach allein weitermachen.

Ob Ihre Website tatsächlich der Engpass ist, sagt Ihnen der Wettbewerbs-Check für 390 €. Er beantwortet die Frage vor der Investition, nicht danach.

Fangen Sie mit dem Formular an. Fünf Minuten, und Sie wissen mehr über Ihre Anfragen als aus jedem Angebot.

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Was sich ändert

Einmal im Monat, kurz erklärt

Google, Werberecht, Förderung: was sich im letzten Monat geändert hat, kurz gefasst. Drei bis fünf Meldungen, jede mit Link zur Quelle.

Kein Weiterverkauf der Adresse, keine dritte Partei im Formular. Sie bekommen zuerst eine Mail mit einem Bestätigungslink. Ohne Ihren Klick darauf passiert nichts.